Kinderspiele – neu aufgelegt

Selbst Spiele unterliegen allerlei Moden. Aber manches macht halt doch Spaß, selbst wenn es etwas in Vergessenheit geraten ist. Erstaunlicherweise haben die alten Spiele ganz ohne Strom funktioniert. Dafür musste man sich selbst mehr oder weniger bewegen. Um solche Spiele aufleben zu lassen, hatte die Rottendorfer Grünen alle Kinder des Dorfes zum Spielen eingeladen.

Mitte April, aber 24°C und strahlender Sonnenschein. Das war angenehm und dem Zweck dienlich, aber irgendwo auch irritierend. Man traf sich an der EN-Halle, denn dort gibt es alles, was das Herz begehrt: einen Spielplatz, Räume für schlechtes Wetter, Tische und Stühle, Toiletten. Außerdem liegt sie zentral und ist zu Fuß gut zu erreichen. So fanden sich denn auch neugierige Kinder ein. Bei diesem offenen Angebot konnten sie nach Belieben kommen und gehen, aber einige blieben die gesamten zwei Stunden mit Begeisterung dabei.

Man konnte sich ganz nach Lust und Laune, auch nach Zutrauen in sich selber an den verschiedensten Gerätschaften ausprobieren. Da gab es für Hüpfbegeisterte einen Gummitwist samt Einführung in die Geheimnisse. Die zahlreichen Helfer assistierten beim Besteigen der Stelzen. Man konnte Hula Hupp Reifen um die Taille kreisen lassen oder sich mit Federbällen gegen den Wind auflehnen.

Großen Anklang fanden die leeren Konservendosen, auf die man mit Tennisbällen werfen konnte. Sichtliche Freude bei den Kleinen, wenn sie mit lautem Scheppern fielen, weil man getroffen hatte. Kleine Erfolgserlebnisse, die Großes verankern. Sogenannte Selbstwirksamkeit braucht man im späteren Leben oft, gut man hat sie als Kind erworben! Der Wiederaufbau der Dosen erforderte ein gewisses motorisches Geschick und erfolgte hingebungsvoll.

Manch einer betätigte sich auch an den Gesellschaftsspielen, die ursprünglich eher für einen Schlechtwettertag gedacht waren. Hier konnte man das Verlieren üben und dabei dennoch viel Spaß haben. Zwischendurch stärkten sich die kleinen Helden mit selbstgebackenem Kuchen, Rohkost, Obst und Apfelsaftschorle. Nicht zu vergessen, dass der Nachwuchs dem Landtagsabgeordneten einen Besuch wert war. Patrick Friedl schaute mitsamt Tochter vorbei, die gern die vorhandenen Angebote, vor allem aber den Papa nutzte.

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