WELTFRAUENTAG IN HÖCHBERG MIT CLAUDIA ROTH

Nach einer Stärkung mit Kaffee, Tee, Croissant und selbst gebackenem Kuchen und Brot, stellte der grüne Bürgermeisterkandidat für Höchberg, Sven Winzenhörlein, die Teilnehmerinnen der Frauenrunde vor.

Neben Claudia Roth, Vizepräsidentin des Bundestages, Ilonka Scheuring, Winzerin aus Margetshöchheim und Dr. Michaela Reim, Physikerin am ZAE Würzburg, nahmen Karen Heußner, grüne Landratskandidatin, an der Gesprächsrunde zum Thema „Endlich Gleichberechtigt? Aufräumen mit Rollenklischees“ teil.

Danach umrieß Claudia Roth in einem kurzen Vortrag, die wieder größer werdenden Probleme als Frau in unserer Gesellschaft. Denn nicht nur der Rassismus hat zugenommen, sondern auch der Frauenhass, gerade in den sozialen Netzen. Es ist in den letzten 100 Jahren in Sachen Gleichberechtigung viel erreicht worden, aber wir sind lange noch nicht am Ende angelangt. Frauen leisten mehr Fürsorgearbeit als Männer, arbeiten mehr in Teilzeit, erlernen häufiger Berufe, die schlecht bezahlt werden und sind so auch häufiger von Altersarmut betroffen.

In der Politik werden Frauen, laut Claudia Roth und Karen Heußner, leider oft nur auf ihr Äußeres reduziert. Das größte Problem ist aber, dass so wenig Frauen in unseren Stadträte, Gemeinderäten, im Kreistag, etc. sitzen. Karen Heußner berichtete, dass im Kreistag in Würzburg nur 21 Frauen sind (bei insgesamt 70 Sitzen). Frauen werden in der Politik gebraucht.

Deswegen der Appell von Karen Heußner: Frauen wählt Frauen! Denn auch Frauen wählen zu wenig Frauen.

Ilonka Scheuring wird oft nicht für die Chefin des Weinguts gehalten. Aber nicht von anderen Winzern, sonder eher von Kunden.

Dr. Michaela Reim berichtete, dass Frauen und Männer Dinge oft anders erklären und es auch so zu Kommunikationsproblemen kommt.

Nach einer Fragerunde des Publikums, fasste Claudia Roth zusammen, dass wir alle unsere Gesellschaft und unsere Werte schützen müssen. Indem alle Frauenhass und Rassismus bekämpfen. Indem wir alle auf unsere Sprache achten: Bewusst auch weibliche Bezeichnungen verwenden. Denn sie, Claudia Roth, ist die Vizepräsidentin, nicht Vizepräsident. Indem wir Fürsorgeberufe – wie Lehrer*innen, Erzieher*innen, Pflegeberufe, usw. – mehr wertschätzen, nicht nur als Gesellschaft, sondern auch mit besserer Bezahlung. Vielleicht schaffen wir es dann, dass auch mehr Männer diese Berufe ergreifen.

Claudia Roth mit den Gemeinderatskandidat*innen und Kreistagskandidat*innen, Bürgermeisterkandidat*innen und Landratskandidatin:

Von links nach rechts: Susanne Cimander, Stefanie Finster, Andrea Meyerhöfer, Jessica Hecht, Julia Klafke-Fernholz, Petra Enslein, Hedwig Jankowski, Karen Heußner, Sven Winzenhörlein, Antje Boyks, Claudia Roth, Christina Feiler, Sonja Brückner-Oswald, Elfi Denk, Britta Huber, Eva Zitzler, Günter Thein und Walter Feineis

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