Eine Straßenbahn nach Höchberg

Auf Einladung des Höchberger Grünen Bürgermeisterkandidaten Sven Winzenhörlein kam am Donnerstag, den 5. März 2020, der Verkehrsexperte Niklas Dehne, Mitglied im Landesvorstand des VCD Bayern, Planer des BUSNETZ+ bei der WSB und Stadtratskandidat der Grünen in Würzburg, ins sehr gut besuchte Höchberger Kulturstüble.

Dass das Thema „Straßenbahnerweiterung“ die Höchbergerinnen und Höchberger bewegt, war schon bei der Mainpost-Podiumsdiskussion zu spüren gewesen. „Pläne, eine Straßenbahn nach Höchberg zu bauen, gab es schon Anfang der 70er Jahre“, so Sven Winzenhörlein. „Angesichts des immer mehr zunehmenden Einpendelverkehrs in Richtung Würzburg ist es an der Zeit, diese Pläne endlich in die Realität umzusetzen.“

Niklas Dehne ging in seinem Vortrag auch darauf ein, dass es aus umweltpolitischer Sicht wichtig ist, auf ein Massenverkehrsmittel ohne Verbrennungsmotor umzustellen. Zudem kann ein schienengebundenes Verkehrsmittel mehr Menschen viel schneller ans Ziel bringen, fährt ruhiger und bietet somit mehr Komfort bei durchgehender Barrierefreiheit. Eine Straßenbahn bietet auch in finanzieller Hinsicht Vorteile: „Straßenbahnzüge sind im ersten Schritt in der Anschaffung teurer als Busse, haben aber bei guter Wartung eine um ein Vielfaches längere Lebensdauer.“, so Niklas Dehne. Dies sieht man in Würzburg an den Straßenbahnen aus den Siebzigern, die nur wegen fehlender Barrierefreiheit ausgemustert werden. Die aktuellen Förderraten des Freistaates Bayern von 80-90% sind ebenfalls ein Anreiz schnell tätig zu werden.

Beim von Niklas Dehne erarbeiteten und präsentierten Streckenvorschlag wird klar, dass die vorgestellte Strecke Würzburg Hauptbahnhof – Höchberg – Waldbüttelbrunn relativ einfach zu verwirklichen ist, ohne Grunderwerb von Privateigentümern und somit ohne langwierigen Verhandlungen oder gar Enteignungen und ohne Schaffung von Ausgleichsflächen weil man auf bestehenden Straßen bauen kann. Der bestehende Straßenraum bietet genügend Raum für immer mindestens eine Straßenbahnspur, wenn man mit Zweirichtungswägen fährt und Begegnungsspuren schafft. Um den Einpendelverkehr nach Würzburg abzufangen und den Umstieg auf die Straßenbahn zu ermöglichen stellt sich Sebastian Hansen, Grüner Bürgermeisterkandidat aus Waldbüttelbrunn, einen Pendlerparkplatz auf einer demnächst freiwerdenden Fläche an der B8 vor.

„Da wir alle wissen, wie lange die Realisierung eines solchen Projektes dauert, müssen wir direkt nach der Kommunalwahl beginnen mit allen Verantwortlichen Gespräche zu führen und die Planungen voranzutreiben. Die gemeinsam durchgeführten Workshops des Würzburger Stadtrats zusammen mit dem Kreistag stimmen mich zuversichtlich. Der Tenor war klar, dass ein Ausbau des ÖPNV stattfinden muss und eine Erweiterung der Straßenbahn in den Landkreis wurde auch angesprochen.“, so Sven Winzenhörlein. Bis es soweit ist, muss auf jeden Fall von Höchberg kommend stadteinwärts eine Busspur eingezeichnet werden.

Hinten von links nach rechts: Sven Winzenhörlein, Bürgermeisterkandidat Höchberg, Sebastian Hansen, Bürgermeisterkandidat Waldbüttelbrunn, Martin Heilig, Oberbürgermeisterkandidat Würzburg, Niklas Dehne, Stadtratskandidat Würzburg

Vorne von links nach rechts: Konstantin Mack, Stadtratskandidat Würzburg, Karen Heußner, Landratskandidatin, Magdalena Laier, Stadtratskandidatin Würzburg, Stefanie Finster, Kreistagskandidatin

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