KV Würzburg - Land

Die Grünen im Landkreis Würzburg sind entsetzt dass ein Landwirt aus Goßmannsdorf eine Orchideenwiese am Lehmgrubenweg in Goßmannsdorf umbrochen hat. „Das war wider aller Vernunft“ schreibt Grünen-Kreisrat und Fraktions-Vorsitzender Christoph Trautner in einer Stellungnahme zum Artikel „Mit dem Pflug über die Orchideen“ vom 13. April.

„Da kann man nur den Kopf schütteln“ so Trautner. Zumal die Grünen-Stadträtin Britta Huber und ihr Fraktionskollege Josef Meixner noch im Ochsenfurter Stadtrat mit einem Antrag versucht hatten „diese wertvolle Magerwiese auf der 112 Orchideen kartiert wurden nicht zu bebauen und als Ausgleichsfläche zu erhalten. Dies war knapp mit 11 zu 12 Stimmen gescheitert“ bedauert Trautner.

Noch am Donnerstag der vergangenen Woche seien die Grünen deswegen im Landratsamt bei der Unteren Naturschutzbehörde gewesen und hatten sich für den Erhalt der Orchideen eingesetzt. Ein Mitarbeiter des Umweltamtes habe dann am Freitag darauf mit dem Landwirt zwei Stunden geredet und ihn vom Umpflügen der seltenen Pflanzen vorübergehend abgehalten. „Alles vergeblich“ so Trautner.

„Im Wissen dass er geschützte Pflanzen vernichtet rückte der Landwirt mit schwerem Gerät an und zerstörte geschützte Pflanzen. Insofern kann man nicht nur von einem Vergehen sondern von einem vorsätzlichem Naturfrevel sprechen so Trautner. „Jede Privatperson die nur eine Orchidee ausgräbt macht sich schon strafbar.“

Einen wirtschaftlichen Grund könne bei dem minderwertigem Boden der geringen Fläche und der ungünstig geschnittenen Lage nicht vorliegen sind sich die Grünen sicher. „Bei diesem Akt der Zerstörung ging aber der Landwirt zu weit denn er überpflügte auch eine Fläche die für die Beweidung mit Schafen bezuschusst wird.“

Trautner behält sich rechtliche Schritte vor. Er sieht das als deutlichen Verstoß gegen das Artenschutzgesetz und fordert das Landratsamt auf hier einzuschreiten. Weiter fordert er dass sich auch Bürgermeister Peter Juks positionieren muss. „Es sind endlich auch deutliche Worte vom Bürgermeister in Ochsenfurt gefordert“ so Trautner.

Während fast überall die Landwirtschaft mit dem Naturschutz zusammenarbeitet und sensibel auf Vorschläge des Naturschutzes reagiert habe man hier noch nicht den Wert der Naturschätze erkannt. In Winterhausen seien zu einer geführten Magerrasenwanderung vor wenigen Tagen etwa 200 Interessierte gekommen. In Obersinn werde jährlich ein Orchideenfest organisiert zu dem viele Besucher von weit her kommen. „Inzwischen weiß jedes Schulkind dass man geschützte Pflanzen nicht zerstören darf“ schreibt Trautner.


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