KV Würzburg - Land

Auf einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung der Höchberger Ortsverbände von DGB SPD und Bündnis 90/Die Grünen brachten sowohl die Referenten als auch die zahlreichen Zuhörer viel Sympathie für Flüchtlinge und Asylsuchende zum Ausdruck. Der DGB-Ortsvorsitzende und Grüne Gemeinderat Walter Feineis wies als Moderator zu Beginn darauf hin dass die deutschen Wirtschaftsverbände dringend nach einer Zuwanderung in den Arbeitsmarkt riefen und sich unter den Flüchtlingen und Asylsuchenden viele Menschen befänden die dem deutschen Arbeitsmarkt nützen könnten.

Dass das Phänomen der Zuwanderung auch den Landkreis Würzburg erreicht habe sei schon aus der Tatsache zu ersehen dass z. B. in Rimpar Veitshöchheim und Greußenheim Notunterkünfte für Flüchtlinge und Asylsuchende zur Verfügung gestellt werden mussten. Bürgermeister Peter Stichler (SPD) legte dar dass Höchberg bisher in dieser Frage noch nicht gefordert sei da im Ort keine entsprechenden Unterkünfte zur Verfügung stünden. Trotzdem werde sich auch Höchberg seinen Verpflichtungen nicht entziehen und solche Personen freundlich aufnehmen. Er ergänzte dass der damalige Bürgermeister Ernst Keil und sein Gemeinderat nach dem Krieg Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten in Höchberg Bauland am Rübezahlweg zur Verfügung gestellt haben.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (Main-Spessart) verwies darauf dass andere Länder wie die Türkei oder der Libanon pro Kopf der Bevölkerung eine viel größere Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen würden als die Länder der EU. Auch sei eine Zuwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt und in die deutschen Sozialsysteme wegen des Geburtenrückgangs in Deutschland unumgänglich. Nach dem 2. Weltkrieg seien auch in seiner Heimatregion Gemünden zahlreiche Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten integriert worden und sie hätten den Gemeinden gut getan.

Die Aktivistin Eva Peteler die sich seit langen Jahren für Flüchtlinge und Asylsuchende einsetzt schilderte den oft jahrelangen und mühsamen Fluchtweg dieser Menschen sowie die Not und die politische Unterdrückung und Verfolgung denen fast alle von ihnen ausgesetzt seien. Sie appellierte eindringlich an die deutsche Bevölkerung und die Anwesenden Flüchtlinge und Asylsuchende als  Mitmenschen unabhängig ihrer Herkunft und Hautfarbe aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Der Gerbunner Bezirks- und Kreisrat Gerhard Müller (Grüne) betonte dass wir nicht nur den vermeintlich „Starken“ also den jungen Flüchtlingen mit guter Ausbildung sondern auch den „Schwachen“ also Älteren Kindern oder benachteiligten Menschen eine Chance geben sollten.

In einer lebhaften Diskussion waren sich die Anwesenden darunter auch die Kreisräte Sven Winzenhörlein (Grüne) und Sonja Ries (SPD) einig dass der deutsche Arbeitsmarkt diese Menschen brauche und sie eine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft darstellen. Abschließend verwies Walter Feines allerdings auf die Tatsache dass es auch nötig sei in diesen Ländern zu investieren und dort Arbeitsplätze zu schaffen damit die Menschen eine Chance haben in ihrer Heimat bleiben zu können.


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