KV Würzburg - Land

Der Kreisverband der GRÜNEN in Würzburg-Land kündigt an die Kürnacher Landtagsabgeordnete und sozial arbeitsmarkt - und jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion Kerstin Celina wieder als Direktkandidatin für den Stimmkreis Würzburg-Land ins Rennen schicken zu wollen. „Wir sind sehr zufrieden mit ihrer engagierten Arbeit“ lobte Gerhard Müller Kreisvorsitzender und Bezirksrat der GRÜNEN denn sie hat in den letzten viereinhalb Jahren gezeigt dass sie regionalpolitische für uns als Kreisverband besonders wichtige Themen im Fokus behält und erinnerte an ihren Einsatz für den Erhalt der Rimparer Mittelschule. „Wir hoffen natürlich dass sie bei der Aufstellung der Bezirksliste im Februar wieder den ersten Listenplatz erhält“ so Müller.

Die erste Hürde muss Celina am 28.10. in Rimpar nehmen: bei der öffentlichen Aufstellungsversammlung im dortigen Gasthaus Lamm in der Austraße kann sie ab 18 Uhr von den Mitgliedern und Gästen befragt werden wählen dürfen allerdings nur Mitglieder. Die Wahlleitung übernimmt der Würzburger Stadtrat und frisch gewählte unterfränkische Bezirksvorsitzende Patrick Friedl. Mit vor Ort wird auch der Eisinger Gemeinderat und Biologe Privatdozent Dr. Robert Hock sein der seinen Hut als Listenkandidat für die Landkreisgrünen in den Ring werfen möchte. Gäste sind erwünscht und beim gemütlichen Beisammensein nach der Aufstellungsversammlung können auch weitere Fragen geklärt werden so Müller.

Bewerbungsschreiben Kerstin Celina

Auf einer sehr gut besuchten Veranstaltung sprach Cem Özdemir zusammen mit unserem Bundestagskandidaten Martin Heilig auf dem Oberen Markt in Würzburg.

Das Thema Windkraft schlägt in Rimpar derzeit hohe Wellen und erhitzt die Gemüter vor dem anstehenden Bürgerentscheid am kommenden Sonntag. Aus diesem Anlass luden die IGU Rimpar sowie Bündnis 90 / Die Grünen für Montag 10.7. zu einem Bürgerforum mit dem Titel Windkraft lokal ins Gasthaus zum Lamm. Auf dem Podium saßen mit der Ex-Gramschatzerin Manuela Rottmann und dem Ex-Rimparer Martin Heilig zwei Grüne Kandidaten für die Bundestagswahl und mit Alfons Konrad der 1. Vorstand des Bürgerwindparks Jobsthaler Höhe um den die Debatte geführt wird.

Nach einer Begrüßung durch den IGU-Vorsitzenden Xaver Schorno gaben die Drei ihre Stellungnahmen zum Thema ab. Frau Rottmann wies zunächst darauf hin dass in Bayern immer noch fast die Hälfte des Stroms aus Atomkraftwerken kommt diese aber bis 2022 komplett abgeschaltet sein sollen. Daher sei es unumgänglich neben dem Import von überschüssiger Windkraft aus Norddeutschland auf einen starken dezentralen Ausbau von Erneuerbaren Energien aus Biomasse Wasserkraft und vor allem Sonne und Wind zu setzen. Die anvisierten und notwendigen Klimaziele seien anders nicht erreichbar. Ebenso wie sie benannte auch Martin Heilig die drastischen Folgen des durch die Verbrennung von Öl Kohle und Gas hervorgerufenen Klimawandels die auch in unseren Breiten schon jetzt sicht- und spürbar seien: Hitze und Trockenheit verursachen eine Absenkung des Grundwasserspiegels Ernteausfälle Artensterben und eine höhere Waldbrandgefahr gleichzeitig sorgen zunehmende extreme Wetterereignisse für Überflutungen und andere Schäden. Auch Alfons Konrad gab ein eindeutiges Plädoyer pro Windkraft ab. Vor allem im Winterhalbjahr bringe sie starke Erträge und ergänze sich daher gut mit der Solarenergie. Verstärkende Argumente kamen bei der anschließenden Diskussion zunächst aus dem Teil der Zuhörer die sich für den Bau der zwei Windräder vor Gramschatz einsetzen. Neben dem steigenden Strombedarf z.B. durch die zunehmende E-Mobilität wurden u.a. der geringe Fächenverbrauch die ertragreiche Lage auf der Jobsthaler Höhe die lokale genossenschaftliche Trägerschaft sowie die problemlose und bereits vorfinanzierte spätere Entsorgung erwähnt. Positiv gesehen wurde von dieser Seite auch der vergleichsweise große Abstand von über 1500m zur Wohnbebauung der selbst strengen Kriterien anderer Bundesländer genüge und nur in Bayern durch die willkürlich festgelegte 10-H-Regelung problematisiert werde. Außerdem sei durch den Bebauungsplan dem geltenden Recht vollständig entsprochen worden.

Im weiteren Verlauf erhoben aber auch die Gegner der geplanten Windkraftanlage ihre Stimme. Zu den vorgetragenen Gründen für ihre Ablehnung zählen grundsätzliche Vorbehalte gegen diese Energieform der Abstand zum Ort der unterhalb der 10-H-Regelung liegt und die deswegen befürchtete optische akustische und gesundheitliche Belästigung sowie das Verfahren bei dem es im Vorfeld seitens der Gemeinde keine ausreichende Information gegeben habe. Außerdem wurden Bürgermeister und ein Teil der Gemeinderäte beschuldigt einem „Konglomerat“ anzugehören das nur auf den eigenen Vorteil bedacht sei. Mit Ausnahme dieses als unseriös entschieden zurückgewiesenen Vorwurfs wurden auch alle Argumente der Gegner ernst genommen und beantwortet bzw. sachlich diskutiert.

So konnte Xaver Schorno von der IGU am Schluss ein positives Fazit ziehen: Die Veranstaltung hatte auch dank der sehr gut informierten Podiumsgäste zur Versachlichung der aufgeheizten Debatte beigetragen. 

„Wir GRÜNE sind der Meinung dass ein echter grüner Platz mit hohen Bäumen die Aufenthaltsqualität in der Stadt Würzburg erheblich verbessern wird und zwar sowohl für die Würzburger als auch die Besucher aus der Umgebung und für die von weit hergereisten Touristen. Mit einer darunterliegenden Tiefgarage und einer Bebauung dagegen würde die Stadt eine Chance zu einer städtebaupolitischen Weiterentwicklung verspielen“ erklärte Sven Winzenhörlein Pressesprecher des Kreisverbandes der GRÜNEN Würzburg-Land. Die 70 Parkplätze fallen bei der Gesamtzahl der Würzburger Parkplätze nicht ins Gewicht. „Wer in diesen Tagen in der Stadt unterwegs war hat selbst feststellen können: Parkplätze waren in der Umgebung zu jeder Tageszeit zu finden freie Bänke zum Hinsetzen jedoch nicht“. Die GRÜNEN fordern zudem nach wie vor einen konsequenten Ausbau des ÖPNV sodass auch Landkreisbürger die Chance bekommen ohne großen Aufwand mit dem Bus in die Stadt zu gelangen. „Wir haben viele Taktlinien eingerichtet die die Bürger gerne nutzen das ist der richtige Weg“ so die GRÜNEN. Gerade mit dem Ausbau des Theaters muss die Einführung von Spät- und Nachtbussen auch in den Landkreis einhergehen so dass es möglich ist auch nach einer Abendveranstaltung mit dem Nahverkehr nach Hause zu kommen.

Die Attraktivität einer Innenstadt bemisst sich nach ihren Plätzen nach der Qualität ihrer Luft und nach dem Lärmpegel. Bei allen drei Kriterien verschlechtert eine Tiefgarage die Situation für die Bürger und Besucher argumentiert MdL Kerstin Celina. „Seit die Alte Mainbrücke für den Autoverkehr geschlossen wurde haben immer wieder mutige stadtpolitische Entscheidungen für mehr GRÜN und weniger Individualverkehr in der Stadt und in die Stadt das Stadtbild positiv geprägt so Celina. Ein weitsichtiger Bürgermeister hatte einst die Befestigungsanlagen Würzburgs abreisen und den Ringpark darauf anlegen lassen eine große und mutige Entscheidung über die wir heute alle froh sind. Auch ein kleiner Park am Kardinal-Faulhaber-Platz mit großen Bäumen wie im Bürgerentscheid 2 des Aktionsbündnisses vorgeschlagen trägt seinen Teil dazu bei eine Stadt mit großer Aufenthaltsqualität zu schaffen argumentieren die GRÜNEN.

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