„Wie kam Gerbrunn zu seinem Namen? Was hat es mit dem Klösterle oder dem Haus der Vereine Nr. 29 auf sich?“ Rund 40 Gerbrunnerinnen und Gerbrunner waren der Einladung der Grünen gefolgt, sich am 26. Oktober mit Dr. Klaus Hemprich auf Spurensuche zu begeben. Anhand von alten Aufnahmen, Relikten wie dem in Vergessenheit geratenen Wappenstein und der ein oder anderen kurzweiligen Anekdote ließ der frühere Hausarzt, langjährige Gemeinderat und Ortskenner die Vergangenheit lebendig werden.
Die Alteingesessenen freuten sich, ihre Erinnerungen aufzufrischen, und die Neuzugezogenen staunten, was es rund um Rathaus, Brunnen, Pfarrkirche Sankt Nikolaus und Alter Feuerwehr immer noch zu entdecken gibt. Viele waren zuvor noch nie im Rathausgarten oder hörten erstmals, welch erstaunlicher ehrenamtlicher Gemeinschaftsleistung das frühere Häckerhaus Nr. 29 (das jetzige Haus der Vereine) sein „Überleben“ verdankt.
Gemeinderat Ilyas Aldogan brachte es beim gemütlichen Schlusshock in der Alten Feuerwehr auf den Punkt: „Wir können uns in Gerbrunn glücklich schätzen, jemanden wie Klaus Hemprich zu haben. Dieser Rundgang hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, die Kultur zu bewahren. Sie ist eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie verbindet Menschen, egal welchen Hintergrunds, und sie bewahrt Traditionen. Ohne Kultur verliert eine Gesellschaft ihre Seele!“

Oben: In der um 1200 erbauten alten Pfarrkirche – unter den Grafen von Castell von 1560 bis 1625 war sie wie das ganze Dorf evangelisch.
Links: Im Gewölbekeller von „Haus 29“ in der Dorfmitte, wo es noch mehrere Häuser mit solch erhaltenswerten Gewölbekellern gibt.
Rechts: Dieses viergeteilte Deutschordenswappen zierte seit dem 14. Jahrhundert das Hofgebäude des Deutschen Ordens, das Vorgängerhaus unseres Rathauses. Beim Rathausneubau 1870 wurde es an dessen Rückseite versetzt.
Wir haben uns sehr über das große Interesse gefreut. Es zeigt, wie sehr das Engagement und breite Wissen von Dr. Hemprich geschätzt wird – und ruft nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr. Unser herzlicher Dank gilt allen, die bei der Führung und in der Alten Feuerwehr dabei waren und insbesondere Dr. Hemprich.
Brigitte List-Gessler
Fotos: Radke, List-Gessler, Wagner

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